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Rezepte aus der Zusammenarbeit mit der Bloggerin Danja Monje aus Köln: Feinkostpunks.de

Lila Reis mit veganem Süßkartoffel-Papaya-Curry

Lila Reis

Lila Reis? So was gibt es?
Das war tatsächlich meine erste Reaktion, als der Fairtrade-Laden in Greifswald auf mich zu kam mit der Bitte, ein schönes Rezept dafür zu entwickeln. Mein erster Gang war also nicht in die Küche, sondern erst mal ins Netz. Wie schmeckt dieser Reis? Und ist er wirklich lila? Also…so richtig? Wie lange muss der wohl kochen? Fragen über Fragen…

Lila Reis Packung

Ich fand heraus (und das konnte man auch später in der Packung sehen), dass der “lila Reis” etwa 20% lila Körner enthält, der Rest ist weißer Reis. Beim Kochen gibt der lila Reis aber so viel Farbe ab, dass alle hinterher knallig lila aussieht. Das kennt man ja von lila Möhren…wer versucht hat, die wegen ihrer tollen Farbe in einer Suppe oder ähnlichem zu verwenden, findet schnell raus: Hinterher ist die Farbe so ziemlich überall, außer in den Möhren ;-) . Aber ich schweife ab…

Der Reis schmeckt ein wenig wie eine Mischung aus normalem Langkornreis und Wildreis (ist er ja im Prinzip auch- die lila Körner schmecken her “wild” die weißen ganz normal. Hergestellt wird er übrigens in Laos und vertrieben über GEPA, deutschlandweit die größte Organisation für fairen Handel.

Lila Reis roh

Unabhängig von dem guten Gewissen, ein fair gehandeltes Produkt vor sich zu haben, macht der Reis vor allem für’s Auge richtig was her: Die knallige lila Färbung hinterher ist echt ein Blickfang auf dem Teller und sicher auch toll, um Gäste zu überraschen. Weil ich die Farbkombination so toll fand, habe ich den Reis für dieses Rezept mit einem Papaya-Süßkartoffel-Curry kombiniert…das ist scharf, etwas süßlich und ganz nebenbei vegan und richtig lecker.

Zutaten für 2 zum Sattessen:

1 Tasse lila Reis
2 Tassen Wasser
1 Papaya (ca. 350g)
1 Süßkartoffel (ca. 350 g)
100 g Erbsen, TK
etwas Öl
1 Chilischote (oder mehr, nach Geschmack)
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer, etwa walnussgroß
1 Zwiebel
1 Stange Zitronengras*
1 Handvoll Petersilienblätter
200 ml Kokosmilch
200 ml Gemüsebrühe (oder insgesamt 400 ml Kokosmilch)
20 g Kokosraspeln
Salz, Pfeffer
3 EL Mangochutney (gekauft oder selbstgemacht)
* meistens gibt es Zitronengras als Bund von etwa 5-10 Stangen. Die übrigen kann man prima einfrieren und bei Bedarf eine unter heißem Wasser schnell auftauen.

Zubereitung:

1. Die Chilischote, den Ingwer, die Zwiebel und den Knobi fein hacken. Das Zitronengras in ganz feine Ringe schneiden, die Petersilie grob hacken.

Schüssel mit Zutaten

2. Alle zerkleinerte Zutaten vermischen und mit dem Mörser oder dem Pürierstab (ich mache es mir leichter und nehme den Stab) zu einer Paste verarbeiten.

Schüssel mit Zutaten

3. Die Papaya und die Süßkartoffel schälen. Aus der Papaya die Kerne entfernen und dann beides in Würfel schneiden (etwa 1,5 cm groß). Übrigens: In den Geschäften gibt es Papaya meist etwa faustgroß. In einigen Läden aber gibt es auch die richtig großen, die wiegen gerne mehr als 1 Kilo. Ich hatte so ein Exemplar, schaut mal hier…ich habe zum Vergleich einen Apfel daneben gelegt. Von einem solchen Papaya-Monster benötigt ihr für dieses Gericht rund 1/3.

Papaya

Süßkartoffel

4. Die Paste in etwas heißem Öl etwa 2 Minuten unter Rühren anbraten. Dann die Papayawürfel hinzugeben, kurz mitbraten. Alles mit der Kokosmilch und der Gemüsebrühe (wer es besonders cremig mag, nimmt nur Kokosmilch) ablöschen. Kurz umrühren, aufkochen und bei kleiner Hitze offen insgesamt25 Minuten kochen lassen.

Topf mit Zutaten

5. In der Zwischenzeit den Reis anstellen: Nach Packungsanweisung 1 Tasse Reis mit 2 Tasse Wasser aufkochen und bei geringer Hitze ca. 25 Minuten gar ziehen lassen.

6. Wenn die Papaya schon 5 Minuten kocht, die Süßkartoffelwürfel hinzugeben und nochmal 15 Minuten köcheln lassen. Zuletzt die TK-Erbsen zufügen, nochmal 5 Minuten kochen.

Topf mit Zutaten

7. In der Zwischenzeit die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Fett wenige Minute anrösten, bis sie leicht bräunen. Dann aus der Pfanne nehmen.

8. Das Curry kräftig mit 1 EL Mangochutney, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Reis salzen.

Mangochutney

9. Reis und Curry zusammen anrichten, auf jeden Teller noch 2 El Mangochutney geben und alles mit je 1 EL Kokosraspeln bestreuen. Fertig!

fertiges Gericht

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